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5 Einhörner, die von Bangalore’s Startup-Ökosystem profitierten

In 2013 prägte die Risikokapitalgeberin Aileen Lee den Begriff „Einhorn“, um die extreme Seltenheit von Startups im Wert von 1 Milliarde Dollar und mehr zu verdeutlichen. Normalerweise wird dieses mystische Wesen jedoch nie gefunden. Nicht mal ein Jahrzehnt später gibt es jedoch schon 469 Einhörner auf der Welt.

32 dieser Einhörner kommen aus Indien. Bangalore, als IT-Hub des Landes, beheimatet 14 dieser Unternehmen. Und warum ist Bangalore’s Startup-Ökosystem perfekt, um ein erfolgreiches Technologieunternehmen aufzubauen?

Ravi Gururaj

Warum plündern Sie eine Bank? Weil es dort eben das Geld gibt. Warum wachsen Einhörner ausgerechnet in Bangalore? Weil sich dort das nötige Ökosystem befindet, in dem Unternehmen wachsen können — sie finden Talent, netzwerken mit Investoren, werben Leute von multinationalen Entwicklungszentren von großen Technologieunternehmen ab, lernen von anderen Startups, und genießen dabei großartiges Wetter. All das macht Bangalore zur attraktivsten Stadt Indiens für aufstrebende Unternehmen.

Ravi Gururaj

Mitglied im Aufsichtsrat bei Nasscom, CEO von QikPod

Und genau deshalb haben in Bangalore so viele Technologieunternehmen im letzten Jahrzehnt zum Erfolg gefunden. Hier sind 5 indische Unternehmen, die vom Startup-Ökosystem der Stadt profitieren konnten, und zu Einhörnern wurden.

1. Flipkart

Am 15. September 2007 haben Sachin Bansal und Binny Bansal aus ihrer 2-Zimmer-Wohnung heraus Flipkart gegründet. Einen Online-Buchhandel. Sie versprachen ganz Indien mit Büchern zu beliefern. Ihre erste Bestellung erhielten sie von einem Buchliebhaber aus Mahbubnagar. Nach 20 Auslieferungen im gleichen Jahr war Flipkart offiziell im Geschäft.

Weil sie in Bangalore’s Startup-Ökosystem großes Potential gesehen haben, haben sie in 2008 ihr erstes Büro in dieser Stadt eröffnet. Ebenso starteten sie einen Kundendienst, der rund um die Uhr erreichbar war, und verkauften mehr als 3400 Bücher in diesem Jahr. Im nächsten Jahr stellten sie den ersten Vollzeit-Mitarbeiter ein, der ebenfalls Millionär wurde. Im September 2009 investierte Accel Partners 1 Mio. Dollar in Flipkart. Das ermöglichte die Eröffnung von Büros in Delhi und Mumbai.

Flipkart

Ein Jahr später gründete das Unternehmen das Logistikunternehmen Ekart und erweiterte sein Produktportfolio um Musik, Spiele, Filme, Unterhaltungselektronik und Mobiltelefone. Der Rest ist wirklich Geschichte. Nachdem das Unternehmen eine Runden nach der anderen an Investitionen einstreichen konnte und immer mehr Produktkategorien zum Online-Shop hinzufügte, konnten im Jahr 2016 erstmals mehr als 100 Millionen registrierte Nutzer verzeichnet werden.

Heute steht Flipkart an der Spitze der Einhörner in Indien mit einer Bewertung von fast 15 Milliarde Dollar. Das Unternehmen, das ausschließlich in Indien tätig ist, beschäftigt mehr als 20.000 Menschen und hat ca. 160 Millionen registrierte Nutzer.

2. Byju’s

2003 beschloss Byju Raveendran während seiner zweimonatigen Pause von einem Auslandsjob als Serviceingenieur, einigen seiner Freunde dabei zu helfen, beim CAT (Common Admission Test für die Aufnahme zum Masterprogramm am Indian Insitute of Management) zu bestehen und ein gutes Ergebnis zu erhalten. Er selbst erzielte ein perfektes Ergebnis von 100%. Selbst 2 Jahre später, als er den Test erneut absolvierte, konnte er wieder die volle Punktzahl erreichen.

Er entschied sich dennoch gegen ein MBA-Studium und sah stattdessen Potential darin, anderen Studenten beizubringen, wie man den CAT knackt. Langsam und stetig wuchs durch Mundpropaganda die Zahl der Studenten, die von ihm Unterricht erhielten. Im Jahr 2007 begann er 1000 Studenten in einem von ihm gemieteten Auditorium zu unterrichten.

BYJY Ravindran

Unser Hauptunterscheidungsmerkmal war immer, wie wir unterrichten. Wir waren gezwungen, innovativ zu sein. Wir gingen sicher, dass die Lernerfahrung in einem Format erstellt wurde, dass den Schülern gefiel. Wir bringen den Schülern vor allem bei, wie sie lernen sollten, und weniger, was sie lernen sollten.

Byju Raveendran

CEO

Bis 2009 unterrichtete Byju jede Woche in 9 verschiedenen Städten. Das ständige Pendeln zwischen den Städten wurde bald zu viel, und Byju begann seine Schüler und Schülerinnen mit Hilfe von Videos zu unterrichten. Im Jahr 2011 gründete er sein Unternehmen „Byju’s“ mit der Hilfe von Studierenden des Indian Institute of Management.

Gleichzeitig begann er auch Lernprodukte für die Klassen 4 bis 12 zu erstellen – ein Prozess der über 4 Jahre andauerte. Byju’s Timing, um seinen Online-Unterricht zu starten, war perfekt. Durch die rasante Verbreitung von Smartphones auf dem indischen Markt, wurde sein Service vielen zugänglich gemacht.

Byjus

Heute profitieren Schülerinnen, Schüler, und Studierende in ganz Indien von Byju’s Lehrplattform. Sowohl auf dem Land als auch in den Städten. Mit über 35 Millionen registrierter Nutzer ist Byju’s eines der erfolgreichsten Einhörner in Bangalore’s Startup-Ökosystem.

3. Ola

Bhavish Aggarwal, geboren in Ludhiana, war wie jeder andere erfolgsgetriebene Unternehmer. Nachdem er 2 jahre für Microsoft gearbeitet hat, startete er sein eigenes Online-Geschäft namens Olatrip.com, welches Urlaubspakete und Wochenendausflüge anbot. Während dieser Zeit musste Bhavish von Bangalore nach Bandipur reisen, wofür er ein Auto samt Fahrer mietete. Jedoch stoppte der Fahrer auf der Hälfte der Strecke, um den Preis neu zu verhandeln. Nachdem Bhavish den Verhandlungen nicht zustimmte, ließ der Fahrer in an der Straße stehen.

OLA

Zu diesem Zeitpunkt realisierte er, dass diese Situation für viele im Land ähnlich sein musste, die auf der Suche nach einem guten Taxi-Service waren. Er erkannte das unfassbare Potential und veränderte in 2010 sein Unternehmen zu dem Taxi-Service, den wir heute kennen – OlaCabs.

WUSSTEN SIE SCHON?

Durchschnittlich verzeichnet Ola etwa 1 Milliarde Fahrten pro Jahr, und hat über 200 Millionen Kunden weltweit.

Innerhalb des folgenden Jahrzehnts konnte Ola außergewöhnlich stark wachsen. Das Unternehmen zog mit seiner Hauptniederlassung von Mumbai nach Bangalore, um die Vorteile von dem dortigen Startup-Ökosystem auszunutzen und die beste Software zur Verfügung zu stellen. Ola hat heute 80% Marktanteil am indischen Taxi-Markt und „beschäftigt“ 2,5 Millionen Fahrer.

4. Swiggy

Es begann im Jahr 2014, als die 2 Absolventen des BITS Pilani, Sriharsha Majety und Nandan Reddy, sich dazu entschieden, dass sie verändern wollten, wie in Indien gegessen wird. Alles mit ein paar Klicks. Mit der Idee von lokalen Essensauslieferungen in ihren Köpfen, programmierten sie eine Online-Bestell- und Auslieferungsplattform von Grund auf selbst.

Swiggy

Im August 2015 begann Swiggy sein Geschäft. Mit an Bord waren ein paar Restaurants aus Bangalore, dem IT-Hub Indiens. Kurz danach konnte die erste Runde an Investitionen eingestrichen werden und im Mai 2015 kam das Unternehmen mit einer zusätzlichen App auf den Markt.

WUSSTEN SIE SCHON?

Inder haben in 2019 im Schnitt jede Minute 95 Biryanis (indisches Gericht) bestellt.

Heute ist Swiggy das führende Unternehmen auf dem indischen Markt für Essensauslieferungen. Allein in 2019 sind bei Swiggy über 500 Millionen Bestellungen aus über 500 indischen Städten eingegangen. Von einer Handvoll Restaurants in 2014, kollaboriert Swiggy mittlerweile mit über 160.000 Restaurants aus ganz Indien.

5. Quikr

Quikr, das früher unter dem Namen Kijiji.in bekannt war, wurde von Pranay Chulet gegründet. Er behauptet, dass Quikr „die Revolution war, die darauf wartete, sich zu verwirklichen“. Als Pranay für eine Managementberatungunternehmen in New York arbeitete, bemerkte er, dass Käufer und Verkäufer eher digitale Kleinanzeigen benutzten, und weniger in Zeitungen suchten oder inserierten. Mit dem Ziel, den gleichen Trend nach Indien zu bringen, kam er zurück in sein Heimatland und legte 2008 den Grundstein für Quikr.

Quikr

Weil eine große Mehrheit der indischen Käufer zu dieser Zeit kein Interesse an Online-Shopping hatte, begann er sein Shop mit Anzeigen bei Google zu bewerben. Bis 2011 inserierten rund 9 Millionen Nutzer ihre Anzeigen auf Quikr. Wie auch andere erfolgreiche Startups zuvor, zog Quikr mit seiner Hauptniederlassung nach Bangalore, obwohl es in Mumbai gegründet wurde. Dadurch konnte das Unternehmen auf den enormen Pool an talentierten Leuten aus Bangalore’s Startup-Ökosystem zugreifen. Innerhalb weniger Monate, wuchs die Zahl aktiver Benutzer auf 11 Millionen an. Heute registriert Quikr über 30 Millionen monatliche Nutzer und ist in über 900 indischen Städten präsent.

Warum ist Bangalore’s Startup-Ökosystem perfekt für das Wachstum eines Technologieunternehmens?

  1. Zugriff auf riesigen Pool talentierter Entwickler/innen und Ingenieure/innen
  2. Päsenz vieler großer IT-Unternehmen und deren Zentren für Forschung und Entwicklung
  3. Enormes Netzwerk dynamischer Menschen

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