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5 Trends der Digitalisierung, die durch Corona Auftrieb erhalten

Wir haben die Hälfte des Jahres 2020 bereits hinter uns gelassen. Bisher ist dieses Jahr vielen jetzt schon als Jahr mit vielen schrecklichen Ereignissen im Gedächtnis – und es gibt so vieles das wir noch nicht einmal wissen. Kann schnell ein Impfstoff gefunden werden? Führt die globale Rezession in die nächste große Weltwirtschaftskrise? Wie geht es in Zukunft weiter? So viele Fragen, aber niemand der sie uns beantworten kann.

Jedoch gab es auch einige Trends der Digitalisierung, die in den letzten Monaten, bedingt durch Corona, viel Auftrieb erhalten haben. In diesem Beitrag analysieren wir 5 dieser Trends und wie sie die Welt nach der Pandemie weiter beeinflussen werden.

1. Das Zeitalter der digitalen Transformation

Die digitale Transformation ist ein Trend, der sowohl von führenden Persönlichkeiten aus der Industrie als auch in der Politik immer wieder heiß diskutiert wird.

Obwohl vor der Pandemie schon viele an der Digitalisierung Ihres Geschäftsbetriebs und verschiedenen Konzepten dafür arbeiteten, gab es immer noch viele Unternehmen, die sich wenig Gedanken um die Möglichkeiten und die Vorteile dessen gemacht haben. Corona zwang Unternehmen weltweit zu radikalen Schritten und hinzu der Implementierung von neuen Technologien, um den Betrieb zu erhalten.

Digital Transformation in Businesses

Fast alle Branchen, egal ob Einzelhandel, Gesundheitswesen, Tourismus oder Bildungswesen, mussten ihre Prozesse zumindest teilweise umkrempeln, um am Leben zu bleiben. Unternehmen können nicht mehr einfach „business as usual“ betrieben und davon ausgehen, dass schon alles gut geht. Selbst wenn ein Unternehmen heute weit vor der Konkurrenz zu liegen scheint, muss es sich auf Ungewissheiten einstellen, berechnete Risiken eingehen, und sich diverse Trends der Digitalisierung zu nutze machen, um diese Position halten zu können. Geschieht dies nicht, kann dadurch das gesamte Geschäftsmodell obsolet werden.

Tim O'Reilly

Jede Branche und jedes Unternehmen wird sich in den nächsten Jahren einer digitalen Transformation unterziehen müssen. Was da auf uns zukommt ist größer als die Anfänge des Internets und das müssen Unternehmen verstehen, die Möglichkeiten erkennen und herausfinden wie sie ihr Geschäftsmodell transformieren.

Tim O’Reilly

Gründer und CEO von O’Reilly Media

Schnelligkeit kann dabei der entscheidende Vorteil sein, um in Zukunft nicht an Relevanz zu verlieren, Innovation zu fördern und technologische Durchbrüche zu erreichen. Das sollte jetzt und nach Corona von oberster Priorität für Unternehmen sein.

2. Die Reformation des Gesundheitswesens

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Pandemie vielen Schwächen des Gesundheitssystems in einigen hoch entwickelten Ländern, wie den USA, Frankreich oder Italien zum Vorschein gebracht hat. Die Gesundheitsbranche muss signifikante Reformen durchführen, um in Zukunft eine gerechte Versorgung zu gewährleisten.

WUSSTEN SIE SCHON?

Der Bankrott durch medizinische Rechnungen betrifft in den USA bis zu 2 Millionen Menschen.

Quelle: The Balance

Studien haben gezeigt, dass selbst vor der Pandemie, mehr als die Hälfte der US-Bürger mit einer vom Arbeitgeber finanzierten Krankenversicherung ihre Behandlung wegen der zusätzlichen Kosten aufgeschoben haben. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage, gaben 68% der Befragten an, dass die Behandlungskosten entscheidend wären, ob sie sich wegen COVID-19 behandeln lassen. Wenn das wirklich der Fall ist, dann zögert das den Verlauf der Pandemie und dessen wirtschaftliche Folgen nur hinaus. Eine Reformation wird also aller höchste Zeit.

Healthcare reformation

Neben der Reformation der Branche müssen auch Unternehmen zusätzliche Vorkehrungen treffen, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. Nicht nur der Fokus auf körperliche Gesundheit, auch auf mentale Gesundheit, wird immer wichtiger. Mit der Zunahme an Homeoffice und sozialer Isolation als die neue Norm kann es vermehrt zu Problemen kommen.

3. Das Wachstum der Bildungsangebote online

Die Pandemie hat nicht nur Unternehmen hart getroffen, auch das Bildungssystem musste sehr unter dem Ausbruch und den damit einhergehenden Vorschriften leiden. Viele Schulen und Universitäten waren einfach nicht auf Online-Unterricht und virtuelle Vorlesungen vorbereitet. Das führte teils zu nie dagewesenem Chaos und Verwirrung auf allen Seiten.

Growth of online education systems

Während die Schüler ihre Schule und Freunde vermissten, wurden Online-Lehrangebote zum einem der Trends der Digitalisierung im Jahr 2020. Bildungseinrichtungen weltweit haben angefangen verschiedene Online-Plattformen zur Lehre zu implementieren, die den jeweiligen eigenen Anforderungen am Besten entsprechen. Da dies jedoch für viele ein komplett neues Konzept darstellt, über dieses Medium den Stoff zu vermitteln, den Schülern komplexe Inhalte verständlich zu machen und digitale Klausuren zu erstellen, lief noch nicht alles wie es soll.

Zishaan Hayath

Seit dem Lockdown haben wir viermal so viele bezahlende Abonnenten. Wir haben auch einen beträchtlichen Zuwachs an Traffic auf unserer Website. Im Mai stieg er auf über 25 Millionen Sessions an. Das waren im Schnitt etwas 800k Sessions am Tag.

Zishaan Hayath

Gründer und CEO von Toppr.

Voraufgezeichnete Videos, teilweise aufwendig produziert und mit hochwertigen Animationen finden sich mittlerweile auf vielen Lehrplattformen (LMS – Learning Management System). Edtech-Anbieter (Educational Technology) wie Byju’s und Vedantu aus Indien, die IT-Tools benutzen, um eine einbeziehende und individualisierte Lernerfahrung zu kreieren, sind mittlerweile Normalität. Diese werden traditionelle Bildungseinrichtungen auch zum Wandel zwingen, ein Video nach dem anderen.

4. Die Umgestaltung der Wertschöpfungskette

In den letzten Jahrzehnten hat sich China definitiv als der ungeschlagene Sieger in Sachen Wertschöpfung und Bereitstellung von Waren herausgestellt. Und dann kam Corona.

Die durch Corona hervorgerufene Versorgungsstörung hat die Welt so bisher noch nicht erlebt. Niemand war darauf vorbereitet, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft China komplett vom Netz geht und jegliche externe logistische Verbindung kappt. Unternehmen weltweit sollten als Schlussfolgerung daraus ziehen, dass sie ihre Wertschöpfungskette noch einmal überdenken sollten.

Wertschöpfungskette

Ein Trend der Digitalisierung in den kommenden Monaten ist die weitere Fragmentierung der Wertschöpfungskette und die weitere Integration von neuen Technologien. Die Wertschöpfungskette wird einen mehrstufigen Ansatz verfolgen, bei dem kritische Gesichtspunkte wie die Herkunft der Waren und jeder zusätzliche Wertzuwachs verfolgt werden. Dies eröffnet auch neue Möglichkeiten für die Kommunikation mit Kunden, die Verwaltung von Beständen, die Logistik, die Verwaltung von Kapital, die Produktion und den Vertrieb.

5. Die Evolution von traditionellen Arbeitsplätzen und Remote-Arbeit

Ein großer Teil der weltweiten Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter auch nach der Pandemie von zuhause aus arbeiten lassen. Vor Corona, obwohl schon einige auf den Zug aufgesprungen waren, war die Mehrheit noch nicht bereit für eine solche Veränderung.

Evolution of raditional workspaces and remote teams

Einer der Trends der Digitalisierung, der mit Sicherheit in den folgenden Monaten Auftrieb erhält, ist, dass Unternehmen neue Tools nutzen werden, um den Betrieb reibungslos zu managen, auch wenn ein Teil der Belegschaft nicht direkt mit im Büro sitzt. Der plötzliche Anstieg der Nachfrage für solche Tools führt dazu, dass mehr und mehr Unternehmen an intelligenten und besseren Lösungen dafür arbeiten.

Tools zur Kommunikation, für das Projektmanagement, die Datenhaltung und die Cyber-Sicherheit werden einen enormen Aufschwung in nächster Zeit erhalten.

FUN FACT

Microsoft bekommt täglich zweimal so viele neue Nutzer von Teams in China, selbst nachdem das Land die Beschränkungen gelöst hat.

Jedoch mussten Anbieter von Coworking-Büros einen schweren Rückschlag hinnehmen. Während den Ausgangsbeschränkungen in vielen Ländern, mussten einige Unternehmen ihre Büros in Coworking-Gebäuden aufgeben oder zumindest die Anzahl der gemieteten Räume reduzieren. Ob das eine permanente Veränderung bleibt, wird sich erst noch zeigen.

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