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Softwareentwicklung: 7 Mythen rund um die Verlagerung der Produktion ins Ausland

In den letzten Jahren ist die Offshoring-Branche exponentiell gewachsen. Unternehmen suchen nach Lösungen, um sich nachhaltig zu vergrößern. Die Investition in ein eigenes Offshore-Entwicklungszentrum ist daher zu einem beliebten Modell dafür geworden. Durch die Verlagerung der Produktion ins Ausland erhalten Unternehmen Zugang zu einem riesigen Pool an talentierten Entwicklern, niedrigeren Kosten und völlig neuen Innovationsmöglichkeiten.

Und doch reichen für viele die Vorurteile über Offshoring schon aus, um das Modell nicht einmal in Betracht zu ziehen.

Das Konzept, eine remote geleitetes Team in einem anderen Land aufzubauen mag möglicherweise einschüchternd erscheinen. In unserer heutigen, stark vernetzten Welt jedoch, muss es das definitiv nicht. Manche von uns haben vielleicht bereits selbst eine schlechte Erfahrung gemacht (meistens mit Outsourcing und nicht mit Offshoring), anderen haben wiederum aus zweiter oder dritter Hand diverse Horrorgeschichten aufgeschnappt. Über schlechte Kommunikation, Sicherheitslücken oder gescheiterte Projekte.

Das hat alles ein relativ schlechtes Bild erzeugt und nun ranken sich einige Mythen um Offshoring. Unglücklicherweise verpassen dadurch einige Unternehmen die Möglichkeiten, ihre Performance zu verbessern bzw. ihr Wachstum voranzutreiben. Als die Experten beim Aufbau von Offshore-Teams, lass uns mit ein paar typischen Mythen, rund um die Verlagerung der Produktion ins Ausland, aufräumen.

verlagerung der produktion ins ausland

Outsourcing und Offshoring sind das Gleiche

Wenn man Artikel zu den beiden Themen liest, werden diese häufig synonym verwendet. In Realität sind Outsourcing und Offshoring jedoch total verschieden Modelle.

Outsourcing ist das Auslagern von kompletten Prozessen oder von Teilaktivitäten an Fremdunternehmen, um sich auf Kernprozesse zu konzentrieren oder zusätzliche Kapazität zu gewinnen. Nehmen wir an, bei einem Projekt zur Softwareentwicklung wird zur Fertigstellung zur Deadline zusätzliche Kapazität benötigt. Teilaufgaben könnten in diesem Fall an eine andere Firma ausgelagert werden. Das bringt einige Vorteile mit sich – üblicherweise, höhere Flexibilität und niedrigere Kosten – aber setzt das Unternehmen auch diversen Risiken aus.

Verlust von geistigem Eigentum, versteckte Kosten, keine Kundenorientierung – das sind nur einige Beispiele der Probleme, in die man mit Outsourcing geraten kann. In der Regel bekommt man die Qualität, für die man bezahlt. Sucht man sich den günstigsten Anbieter, bekommt man meistens auch nicht das beste Ergebnis.

Offshoring ist etwas ganz anderes. Kurzgesagt, es ist die Verlagerung der Produktion ins Ausland. Hinsichtlich Softwareentwicklung, ist es die Gründung und das Aufbauen eines Entwicklungszentrums im Ausland, um ein komplett eigenständiges Team zu managen oder das schon heimisch existierende Team zu erweitern. Da Offshoring normalerweise in Entwicklungsländern betrieben wird, können Unternehmen ungenutztes Talent zu niedrigeren Kosten finden.

Der entscheidende Unterschied ist, dass das Offshore-Team ein Teil des eigenen Unternehmens ist. Die Mission und Vision für dieses Team sind also die Gleichen. Es ist komplett in das Unternehmen integriert und arbeitet unter dem gleichen Management. Das Offshore-Team steht dem heimischen in nichts nach.

reduzierte kosten bei der verlagerung ins ausland

Beim Offshoring geht es nur darum, Kosten zu sparen

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Offshoring nur dazu genutzt wird, so viel Geld wie möglich zu sparen.

Offshoring in Ländern wie Indien oder der Ukraine ist zweifelsfrei kosteneffizienter. Die Lebenshaltungskosten in diesen Ländern ist deutlich niedriger als im Westen und das ist der bestimmende Faktor für die Höhe des Gehalts eines Entwicklers dort.

Nichtsdestotrotz ist das unserer Erfahrung nach nicht der maßgebende Vorteil von Offshoring.

Nehmen wir Indien beispielsweise. Ein Land, in dem jedes Jahr ca. 1,5 Millionen Ingenieure ihren Abschluss machen. Nach San Francisco und Singapur ist Bangalore eine der teuersten Städte für Forschung und Entwicklung. Es ist sogar bekannt als das „Silicon Valley von Indien“, wegen seines unglaublichen Erfolgs im Hervorbringen von technischen und wissenschaftlichen Innovationen.

Die Verlagerung der Produktion ins Ausland, in diesem Fall die Produktion von Softwareentwicklung nach Indien, bedeutet, dass man Zugriff auf einen deutlich größeren Pool an talentierten und gut ausgebildeten Entwicklern hat. Der Vorteil der geringeren Kosten ist da nur die Kirsche auf der Torte.

Die Qualität leidet beim Offshoring

Das geht auf unsere vorherigen zwei Punkte zurück. Wenn man immer nach dem billigsten Angebot geht und mit Unternehmen arbeitet, die keine oder nur geringe Erfahrung vorweisen können, kann man logischerweise auch nicht die höchste Qualität erwarten.

Qualitäts-Offshoring ist das Einstellen von erstklassigen Entwicklern, um das eigene Unternehmen zu vergrößern. Die niedrigeren Kosten und die hohe Verfügbarkeit an potenziellen Mitarbeitern bedeuten, dass man nachhaltiger wachsen kann, als das zuhause möglich wäre. Das Ergebnis ist gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen.

Einer der größten Fehler, die ein Unternehmen begehen kann, ist den Wert des Offshore-Teams zu unterschätzen.

Egal in welcher Industrie man tätig ist, der Schlüssel zu erfolgreichem Offshoring ist, dass man sich ausreichend Zeit für die Rekrutierung und das Onboarding des Teams nimmt. Wenn man hier ausreichend Aufwand investiert, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass das Team unterdurchschnittliche Qualität abliefert. Dieser Mythos wird durch Unternehmen verstärkt, die aus Panik zu wenig investieren und sich dann wundern, nicht die gewünschte Qualität zu erhalten.

Wenn man genug Geduld mitbringt und die richtigen Entwickler mit den nötigen Fähigkeiten einstellt, ist das Offshore-Team eine sehr gute Ergänzung des heimischen Teams, oder eben das einzige Entwicklerteam, das das Unternehmen managt.

logistik bei der verlagerung ins ausland

Logistische Hürden machen Offshoring unproduktiv

„Geographische Distanz und unterschiedliche Zeitzonen machen Offshoring total unproduktiv.“

Das stimmt ganz und gar nicht. Ein bis zwei Jahrzehnte zuvor, wenn die Kommunikation über solche Distanzen noch sehr schwierig war, konnte man dieses Argument gegen die Verlagerung der Produktion ins Ausland noch vorbringen.

Heutzutage gibt es reichlich Programme für Dinge wie Instant Messaging, Screen Sharing, Videokonferenzen und so weiter. Diese machen die Kommunikation sehr effektiv. Außerdem hat das Offshore-Team schon einen halben Tag gearbeitet, wenn das heimische Team gerade das Büro betritt. Man kann direkt beginnen, Fortschritte zu evaluieren und Stand-Ups abzuhalten.

Auf dem halben Globus verstreut zu sein ist heute nur eine kleine Unannehmlichkeit, über die man hinwegsehen kann. Für einige Unternehmen kann es wahrscheinlich sogar produktiver sein, als wenn alle ständig im gleichen Büro sitzen.

datensicherheit beim offshoring

Offshoring ist nur für Unternehmen mit reichlich Kapital möglich

KMUs sehen Offshoring für sich meist nicht als Option. Sie glauben, ohne ausreichend eigene Finanzmittel oder Fremdfinanzierung ist das für sie nicht möglich.

Fakt ist jedoch, dass die Kosten für die Verlagerung der Produktion ins Ausland komplett von den jeweiligen Anforderungen der Unternehmungen abhängen. Das Land, die Größe des Teams, die geforderte Qualität, die Räumlichkeiten vor Ort und vieles weitere entscheidet über die Höhe des zu investierenden Kapitals. Ein dreiköpfiges Startup wird wohl keine Vorteile durch Offshoring erlangen. Ein KMU kann für gewöhnlich sehr wohl davon profitieren, wenn es nach Möglichkeiten sucht, weiter zu wachsen und zu innovieren.

Wenn richtig gemacht, ist Offshoring ein sehr gutes Modell die Gemeinkosten zu senken und dabei hochqualitative Produkte zu entwickeln. Betrachte es mal so: Man investiert in ein größeres Team. Das bedeutet mehr spezialisierte Fähigkeiten, mehr Arbeitsteilung und schnellere Ergebnisse. Und das führt wiederum zu höheren Einnahmen.

Offshoring ist keine Übergangslösung. Es ist eine langfristige, wachstumsorientierte Unternehmung, von der theoretisch jedes Unternehmen Gebrauch machen kann.

Offshoring bietet keine ausreichende Datensicherheit

Eine andere weit verbreitete Annahme ist, dass durch Offshoring in Entwicklungsländern, das Unternehmen erheblichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt ist.

Das ist erstmal eine berechtigte Sorge, da Datensicherheit fundamental wichtig ist, um Wettbewerbsvorteile aufrechtzuerhalten. Aber warum sollte eine Datenlücke im Offshore-Team wahrscheinlicher sein? Man nutzt einfach die gleichen Tools wie zuhause, um Sicherheitslücken im Offshore-Team zu verhindern.

Das Offshore-Team ist das eigene. Das heißt, dass jede vertrauliche Information in der Zuständigkeit des eigenen Unternehmens bleibt. Implementiere strikte Geheimhaltungsvereinbarungen, die alle wichtigen Vertragspunkte beinhalten. Führe Routinechecks von verschlüsselten Daten durch und investiere in starke Firewalls, um sicherzugehen, dass alles gut geschützt ist.

Wenn man die richtigen Vorkehrungen trifft (genau wie zuhause), gibt es keinen Grund zur Sorge.

Offshoring ist zu komplex

Es gibt ohne Zweifel technische und logistische Herausforderungen im Offshoring-Prozess. Aber diese sind keineswegs schwierig zu meistern oder von hoher Komplexität.

Auch wenn es anfangs einschüchternd wirken mag, die Verlagerung der Produktion ins Ausland ist nicht allzu kompliziert. Für den Start, arbeiten die meisten mit einem Partnerunternehmen für Offshore-Softwareentwicklung zusammen, das darin spezialisiert ist, in deinem Namen ein Team zu rekrutieren und aufzubauen. Ein Unternehmen, wie wir es sind. Wir kümmern uns um die Einstellung der Entwickler, wir stellen Büroflächen und die technische Infrastruktur zu Verfügung, wir kümmern uns vor Ort um die Mitarbeiter und darum, dass alle zufrieden sind.

Indem man das richtige Unternehmen für seine Auslandsoperationen auswählt, hat man in Windeseile sein eigenes Team dort aufgebaut.

Und das sind sie, die nach unserer Meinung größten Mythen, die sich um Offshoring ranken. Nicht umsonst, nennt man sie Mythen. Durch die strategisch richtige Vorgehensweise, kann man sein Offshore-Team aufbauen und mit ihm erstklassige Produkte für seine Kunden entwickeln.

Bei The Scalers machen wir genau das möglich.

[inbound_button font_size=“20″ color=“#1d6499″ text_color=“#ffffff“ icon=““ url=“https://thescalers.com/contact-offshore-team-india/“ width=““ target=“_blank“]Ja, ich bin bereit für mein eignes Offshore Team[/inbound_button]

Anmerkung der Redaktion:

Wenn wir in diesem Artikel von Entwicklern, Programmierern, Managern, Kandidaten, Mitarbeitern oder anderen Berufsbezeichnungen sprechen, so meinen wir gleichermaßen Frauen wie Männer.

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